Haarausfall

Haarausfall ist ein dominantes Problem, welches eine Vielzahl an Personen betrifft. Dabei leiden nicht nur ältere Menschen darunter, auch junge Leute können bereits von der Problematik heimgesucht werden. Die Ursachen sind diesbezüglich vielfältig genau wie die Therapieansätze. Um darum eine geeignete Behandlungsmethode zu finden, muss zunächst klar sein, was den Haarverlust hervorruft.

Wodurch entsteht Haarausfall?
Jeder Mensch verliert täglich mehrere Haare. Bis zu 100 Stück erweisen sich als natürliche Reaktion des Organismus. Kommt es jedoch zu einem erhöhten Haarverlust, ist die Rede von chronischem Haarausfall, Alopezie genannt. Er kann in zwei Varianten auftreten, darunter:
Haarausfall
1. Die androgenetische Alopezie
Sie ist auch als anlagebedingter oder erblicher Haarverlust bekannt. Bei jener Form liegt die Ursache der ausfallenden Haare in der Genetik, denn die Haarfollikel reagieren überempfindlich auf Dihydrotestosteron. Dies wird von den Eltern, hauptsächlich der Mutter vererbt und betrifft bis zu 80 % der Männer sowie etwa 30 % der Frauen. Einige Anzeichen sind die Geheimratsecken oder eine Halbglatze bei Männern, wohingegen sich die erbliche Erkrankung bei Frauen durch einen dünner werdenden Scheitel äußert.
2. diffuser Haarausfall

Ein diffuser Haarausfall beruht wiederum auf verschiedenen Ursachen wie Mangelernährung, Stress, Biotin-, Zink- oder Eisenunterversorgung, Schilddrüsenproblemen, Medikamenten oder einem Infekt. Die diffuse Version äußert sich auf dem gesamten Kopf und sorgt für kahle Stellen, immer dünner werdende Haare und kränklich aussehende Haarstrukturen.

Auslöser des Haarverlustes frühzeitig erkennen
Bei beginnendem Haarausfall sollten Sie schnellstens handeln, denn je eher die Gründe bekannt sind, desto besser können diese therapiert werden. Das gilt sowohl für den erblich bedingten Haarverlust als auch für die diffuse Variante. Ein beliebtes Verfahren ist daraufhin die Haarwurzeluntersuchung, auch Trichogramm genannt. Sie wird von einem Dermatologen vorgenommen, welcher zunächst an verschiedenen Partien des Kopfes Haare entnimmt und sie unter einem Mikroskop analysiert. So kann er nachvollziehen, weshalb der Haarausfall eingesetzt hat und wie sich jener am besten behandeln ließe. Ein anderes Prozedere bietet sich Ihnen mit dem TrichoScan. Letzteres basiert auf einer Simulation am Computer, die das Haarwachstum und den Verlust der Härchen wissenschaftlich untersucht. Nicht zuletzt zählt zu jeder Ursachenforschung auch eine ausführliche Befragung über Ihren Lebenswandel. Sie dient, um eventuelle Verbindungen zwischen dem Haarausfall und vorherrschenden Disharmonien zu erkennen. Darauf aufbauend zeigt sich: Haarverlust ist eine behandelbare Erkrankung, wenn Sie systematisch und zielbasiert vorgehen.
Haarwurzeluntersuchung beim Dermatologen
Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Im Allgemeinen ist nicht jeder Haarausfall gleichermaßen therapierbar. Ferner gibt es auch Situationen, in denen der Haarverlust nach einiger Zeit von allein wieder verschwindet. Dazu zählen unter anderem die Pubertät oder eine Schwangerschaft. 

Für alle anderen Symptome finden sich dagegen diverse Therapieansätze. Während anlagebedingte Alopezie meistens ausschließlich durch Medikamente gestoppt und gelindert werden kann, genügen bei diffusem Haarausfall manchmal schon geringe Umstellungen im Lebenswandel. 

Wir zeigen Ihnen dazu einige Wege, dem Haarverlust den Kampf anzusagen.

Die passende Ernährung
Die Haare sind auf genügend Nähr- und Mineralstoffe sowie Vitamine angewiesen, damit sie stark, gesund und widerstandsfähig bleiben. Zwar gilt eine mangelhafte Ernährung eher selten als Grund für den Haarverlust. Allerdings könnte eine fehlende Anzahl an Mineralstoffen und Vitaminen durchaus dafür verantwortlich sein, dass Haare dünner, trockener und stumpf werden, was letztlich ebenfalls dazu führt, dass sie angreifbarer sind. Darum empfiehlt es sich, präventiv auf eine abwechslungsreiche Kost zu achten, die viele Vitamine, Mineralien und Nährstoffe enthält.
gesunde Ernährung
Die Haarwäsche schonend absolvieren

Achten Sie auf milde Shampoos, welche keine künstlichen Inhaltsstoffe besitzen. Jene würden die Haare stark entfetten und das Austrocknen begünstigen. Zudem könnte eine empfindliche Kopfhaut durch aggressive Produkte schnell gereizt werden, wobei die Folgen ein starkes Jucken und der daraus resultierende Haarausfall sind. 

Wählen Sie eher Profiprodukte und dosieren Sie sparsam. Je mehr Shampoo Sie verwenden, umso stärker müssen Sie die Kopfhaut beanspruchen. Spülen Sie Ihre Haarpracht obendrein gründlich aus, damit keinerlei Stoffe zurückbleiben, die Ihre Kopfhaut reizen und trocknen Sie Ihr Haar behutsam. 

Gerade feuchte Haare sind äußerst sensibel und neigen vermehrt zu Spliss, wenn an ihnen gezogen wird. Das liegt an den offenen Schuppen, welche an der Hautoberfläche zu finden sind. Weiterhin wären professionelle Pflegekuren und Spülungen sehr gut geeignet, um das Haar kämmbar zu machen.

schonende Haarwäsche
Föhnen und kämmen nach Anleitung

Grundsätzlich wäre es ratsam, Ihre Haare möglichst selten mit dem Föhn zu trocknen, weil die Hitze schädigend ist. Besser erweist sich hier das Trocknen an der Luft oder in einem Turban. 

Falls Sie allerdings nicht ohne Föhn auskommen, sollten Sie nur auf mittlerer bis kleiner Hitze föhnen und ein Gerät mit Ionen-Technologie wählen. Dieses ist schonender und greift das Haar weniger an. 

Beim Kämmen gilt es wiederum, keine künstlichen Borsten zu wählen, sondern eine möglichst weiche Naturbürste oder einen grobzinkigen Kamm. Entwirren Sie dabei zunächst die Spitzen und kämmen Sie langsam nach oben. Ideal sind Modelle mit weit auseinanderliegenden Zinken oder Bürsten mit runden Borsten.

Föhnen - Kämmen nach Anleitung
Aggressive Stylings vermeiden

Selbst die schönste Frisur benötigt meistens ein aufwendiges Styling mit entsprechenden Produkten wie Haarspray, Gel, Glätteisen oder Lockenstab. Dieses Equipment schadet allerdings Ihrem Haar, vor allem wenn es ohnehin zu Haarausfall neigt. 

Darum sollten Sie bei zunehmendem Haarverlust auf alle schädigenden Substanzen wie Dauerwellen, starkes Färben und andere Dinge, die der Haarstruktur schaden, verzichten. Entscheiden Sie sich stattdessen für eine milde Tönung und stylen Sie Ihr Haar nur dann mit Hitze, wenn es wirklich nötig ist.

aggressives styling
Nahrungsergänzung als Wachstumsunterstützung

Mittlerweile bietet der Markt zahlreiche Präparate, die dem Haar Vitamine, Spurenelemente oder Aufbaustoffe zuführen, welche das Wachstum verstärken. Diese eignen sich primär bei diffusem Haarausfall, denn Sie gleichen Mangelzustände aus und bringen oftmals den Haarzyklus wieder in Einklang. 

Auch erblich bedingter Haarausfall kann durch solche Aufbaupräparate reduziert werden, jedoch sollten Sie in diesem Fall auf ein Medikament zurückgreifen, welches Ihnen von Ihrem Dermatologen verordnet wurde. 

Außerdem wäre es vorteilhaft, auf UV-Strahlung und starkes Sonnenbaden ohne Kopfbedeckung zu verzichten, keine strengen Zöpfe oder Hochsteckfrisuren zu tragen, bei denen die Haare permanent auf Zug sind.

Nahrungsergänzung als Wachstumsunterstützung
Alternative Lösungen gegen Haarverlust
Insofern der Haarausfall nicht vollständig aufgehoben werden kann und soweit fortgeschritten ist, dass er Ihre Optik beeinträchtigt, bieten sich Ihnen diverse Möglichkeiten, den Haarverlust optisch zu kaschieren. Hierzu gehören unter anderem Haarteile und Perücken. Zusätzlich könnten Sie einen anderen Haarschnitt wählen, denn manche Stylings überdecken gekonnt die kahlen Stellen. Nicht zuletzt liefert die Beautybranche heutzutage auch das Permanent Make-Up, mit welchem lichter werdende Haaransätze künstlich nachgebessert werden, und falls es keine andere Option mehr gäbe, sind ebenfalls Haartransplantationen machbar. Dazu sollten Sie sich jedoch im Vorfeld ausgiebig mit einem Spezialisten unterhalten, der Sie über Vor- und Nachteile aufklärt. Ganz gleich also, in welcher Form Sie den Haarausfall therapieren oder eindämmen möchten, durch eine professionelle und ärztliche Beratung, kann frühzeitig gehandelt und eine zielgerichtete Strategie geplant werden, um die Erkrankung nachhaltig zu bekämpfen.
alternative Lösungen gegen Haarverlust

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